Darauf trinken wir, himmlischer Genuss im goldenen Herbst

Pastor Lars Meiser in seiner „perfekten Dinner Küche“

Ein Erlebnis besonderer Art hatte Pastor Lars Meiser beim Perfekten Dinner des Fernsehsenders VOX, wo er zweiter wurde

Das perfekte Dinner mit Hilfe von oben. So jedenfalls lautete ein Spruch den Pfarrer Lars Meiser auf einer Küchenschürze stehen hat, die er von seiner Patin geschenkt bekam und ihm eine glückliche Hand beim Perfekten Dinner bringen sollte. Diese glückliche Hand hatte er dann auch, denn von fünf Teilnehmern wurde der Pastor mit nur einem Punkt Unterschied zweiter. Wie die Dreharbeiten liefen und was alles hinter einer solchen Produktion steckt, darüber redete der Gersweiler Anzeiger mit dem Pastor.

Unverhofft kommt oft! So auch ein Anruf Mitte August vom Fernsehsender VOX bei Pastor Meiser. Ein Freund habe ihn ohne sein Wissen angemeldet, um teilzunehmen beim perfekten Dinner, wobei man sich für ihn und vier weitere saarländische Kandidaten entschieden hätte. Auf die Frage, ob er denn Interesse hat mitzumachen, musste erst gar nicht lange überlegt werden und so konnte dies mit einem direkten ja beantwortet werden. Von da an folgten mehrere Telefongespräche, auch mussten einige E-Mail-Anfragen beantwortet werden. Schließlich kam noch ein Bewerbungsvideo zum Hobby Kochen hinzu, das wohl zu gefallen schien, denn unmittelbar nach dessen Einsendung kam die feste Zusage, dass Pastor Lars Meiser als Kandidat beim Perfekten Dinner mit dabei ist.

Vier der fünf Teilnehmer (von vorne: Vivien, Vanessa, Jan und Pastor Lars)

Was man kocht, das bleibt einem selbst überlassen. Und so machte sich der Pastor Gedanken. Heraus kamen unter dem Motto: „Himmlische Genüsse im Goldenen Herbst: als Aperitif: Cranberry Orangen Spritz; als Vorspeise: Feldsalat mit Himbeerdressing mit karamellisierten Macadamianüssen, pochierten Äpfel und Birnen, Ziegenfrischkäse, gratiniert mit Altenkessler Honig und im Speckmantel; als Hauptspeise: Hirschrücken unter einer Pumpernickelkruste auf Portweinjus, Nussspätzle, Apfelrotkraut; als Nachspeise: Apfeltarte, Marzipaneis. Damit dann auch alles perfekt schmecken sollte, wurde drei Wochen vor der Aufzeichnung ein Probekochen mit Freunden und Familie gemacht, wonach der Hobbykoch nur Lob bekam, was seine Kochkunst bestätigte.

Drehbeginn war dann am 26. Oktober im Hotel Victors am Saarbrücker Eurobahnhof. Hier begegnete Meiser erstmals der Kandidatin Vivien, mit der er die Menükarte von Kandidat Jan besprochen hatte. Die Szenen, in denen über die Menüs gesprochen wurde, sind alle im Hotel, jeweils in anderen Räumen gedreht worden. Ein Drehbuch gab es für die gesamten Aufnahmen nicht, auch wurde nichts geschnitten. Also, so der Pastor, war freies Reden angesagt, was ich ja beruflich auch mache. Und wie war das mit Corona? Hier wurde jeder Kandidat im Zeitraum der Produktion vier Mal getestet, außerdem wurden in den Drehpausen alle Räume gut durchgelüftet. Durften für den Tag des Kochens Vorbereitungen getroffen werden? Lediglich das Rotkraut konnte einen Tag vorher mariniert werden und der Tisch wurde eingedeckt, auch der ein oder andere Kochtopf wurde bereitgestellt. Die Zutaten besorgt jeder selbst, hierfür wird dann eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Insgesamt waren es fünf Drehtage. In der Altenkessler Wohnung des Pastors fanden die Aufnahmen am 28. Oktober statt. Das gesamte Produktionsteam bestand aus 14 Leuten, wobei vier Kameras zum Einsatz kamen, plus zusätzliche Beleuchtungsstrahler. Während des Kochens werden immer wieder Fragen gestellt, macht das einen nervös? Nervös direkt nicht, aber man bemerkt eine leichte innere Anspannung. Und das Team, bekommt das nicht auch Hunger bei solch einem Kochtag? Ja schon, aber die versorgen sich selbst. Ausgenommen ist ein jeweils sechster Menüteller. Dieser dient eigens den Filmaufnahmen und wird danach gerecht aufgeteilt. Und außerdem kocht man ja bekanntlich immer etwas mehr, so auch Pastor Meiser.

Gegen 18:00 Uhr kommen dann die Gäste. Gedreht wird bereits bei der Ankunft am Haus bis in die Wohnung. Meiser erinnert sich daran, dass hier lediglich die Szene als gesungen wurde „Ich geh mit meiner Laterne“ beim Gastkochen von Kandidatin Vivien sechsmal gedreht werden musste. In der Wohnung selbst gibt es dann nur noch ungeschnittene Aufnahmen. Interessant auch, dass das Fernsehteam während der Aufnahmen nur über WhatsApp miteinander kommuniziert. Die Bewertung der Kochkünste findet dann an zwei verschiedenen Örtlichkeiten statt. 28 Punkte kamen zusammen, womit am dritten Tag der Pastor wusste, dass es zu einem ersten Platz nicht mehr reichen kann, denn tags zuvor bekam Kandidatin Vanessa bereits 29 Punkte.

Man mag es sich kaum vorstellen, aber für die Sendezeit von 75 Minuten, wurde von morgens 09:00 Uhr bis 02:00 Uhr am frühen Morgen gedreht. Doch der Abend, der verging dann immer recht schnell, verstand man sich untereinander doch sehr gut und nachdem der Trinkspruch „darauf trinken wir“ geboren war, wurde dies auch regelmäßig in die Tat umgesetzt. Zweimal konnte sich Pastor Meiser die Sendung direkt im Fernsehen anschauen, montags und mittwochs, ansonsten in der Mediathek. Und wie ist das so, wenn man sich selbst im Fernsehen sieht? Komisch, wenn man seiner eigenen Stimme zuhört. Eine Freundschaft entstand auch. So treffen sich vier der fünf Kandidaten hin und wieder, reden über ein unvergessliches Erlebnis und kommunizieren untereinander, wie bei den Filmaufnahmen, mit WhatsApp.

Und da Pastor Meiser durch das perfekte Dinner bekannt wurde, wird auch darüber gesprochen. Etwa kürzlich im REWE Markt. Neben einem Pärchen hörte er, wie die Frau sagte „das ist der doch der vom perfekten Dinner, worauf der Mann antwortete ich glaube ja, sprich ihn doch mal an“. Nein, sagte die Frau, besser nicht, nachher ist er es nicht. Und so sprach der Pastor „ich bin es“. Und schon kam seitens der Frau die Frage. „Ich mache am Heiligen Abend Hirsch, kann ich sie da mal etwas fragen?“. Ja klar, und so zeigte sich das Paar glücklich, den Pastor kennengelernt zu haben.

Noch eine letzte Frage. Gab es eine Information an den Chef wegen der Teilnahme? „Ja, per E-Mail an den Bischof!“ Gewonnen hat die Kandidatin Vanessa, die sich über ein Preisgeld von 3000,- Euro freuen konnte. Insgesamt waren an der Produktion zwischen 30 und 34 Personen beteiligt, so z.B. der Sprecher, der Autor, die Tonmischung, die Titelmusik, das Casting, die Aufnahmeleitung, Kamera, oder der Schnitt.  Alles in allem, so der Pastor abschließend, hat es nicht nur ihm, sondern auch den anderen Kandidaten viel Spaß gemacht, und mit dieser Erfahrung stehe dem nächsten Fernsehauftritt nichts mehr im Wege. Na dann „trinken wir doch einen auf unseren Pastor“.

Das Gruppenfoto zeigt von vorne: Vivien, Vanessa, Jan und Lars. Seitens des Gersweiler Anzeigers vielen Dank für das Foto und weiterhin viel Spaß beim Kochen. Wenn wir Ihnen das Rezept schicken sollen, schicken Sie uns eine E-Mail an: team@gersweileranzeiger.de (Rafael Mailänder)

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