Pfarrerin Jutta Seibert verlässt nach
32 Jahren die Kirchengemeinde Gersweiler/Klarenthal

Wir lassen dich nicht gerne gehen

Wir lassen dich nicht gerne gehen, so Pfarrer Uwe Lorenzen in seinem einführenden Worte beim Gottesdienst zur Entpflichtung von Pfarrerin Jutta Seibert am 20. März in der evangelischen Kirche Gersweiler. Doch nun wirst du gehen, künftig weniger Verantwortung, weniger Dienstumfang und hoffentlich auch weniger Last haben. 32 Jahre warst du das Herz der Gemeinde, ein Herz das gut getan hat. 32 Jahre Gutes getan und dies in den verschiedensten Feldern der Gemeindearbeit. Jeder der jetzt hier sei, so Uwe Lorenzen weiter, spüre ein großes Gefühl der Dankbarkeit. Wir danken Gott für dich und denken weiter an dein Werk, deine Art, den Glauben und all deine Geduld.

Für Pfarrerin Seibert sei es nach deren Worte die letzte Predigt als Gemeinde Pfarrerin in Gersweiler. Die Vorbereitung zu diesem Gottesdienst sei ihr so schwergefallen wie ihr erster in Gersweiler. Umso mehr freue sie sich das Pfarrer Wolfgang Klein hier sei, genau wie damals zum ersten Gottesdienst, er werde ihr ein ruhender Pol sein. Es sei eine schöne, manchmal aber auch anstrengende Zeit gewesen. Anstrengend nicht etwa, weil andere ihr es schwer gemacht hätten, sondern weil sie das was sie machen wollte immer gut machen wollte. Menschen hätten ihr sehr am Herzen gelegen, jede Begegnung, jedes Gespräch, manches habe sie bis heute nicht losgelassen. Immer wieder habe es ihr Spaß gemacht kreativ zu sein und zu gestalten. Da waren die Kinder – und Schulgottesdienste, Konfirmationen, Trauungen und Taufen. Pfarrerin Seibert habe es zufrieden gestellt, wenn sie was bewegen und geben konnte. Sie habe immer vollen Einsatz und Mut gezeigt, doch mit dem Alter und der Gesundheit gäbe es berechtigte Grenzen. Nun werde sie noch aussortieren, Unterlagen zurücklassen und welche mitnehmen. Zurück lasse sie Erfahrungen aus der Ökumene, ein großes Vertrauen, das man ihr entgegengebracht habe, ein sehr kollegiales Miteinander und viele viele liebe Menschen, die ihr ans Herz gewachsen seien. Schweren Wortes und sichtbar gerührt, verabschiedete sich Pfarrerin Jutta Seibert mit dem Satz „Lass dich durch nichts erschrecken, um Vergebung ihn bitten, denn ich der Herr Gott geh mit dir, egal wohin du auch gehst“.

Superintendent Christian Weyer lobte die Arbeit von Pfarrerin Seibert, die dies mit Leib und Seele gemacht habe. Damals, so Weyer, hätte es entgegen heute eine große Anzahl an Bewerbern für die Stelle gegeben. Mit vollem Einsatz sei Jutta Seibert am Werk gewesen und es sei ihr immer wichtig gewesen da zu sein wo man gebraucht werde. Christian Weyer war es dann auch der die Entpflichtung vornahm. „Vor den Augen Gottes und dieser Gemeinde entpflichte ich dich, geben dich frei von den dienstlichen Verpflichtungen in der Gemeinde und den Wechsel in den Dienst im Kirchenkreis Saar West“.

Nach dem festlichen Gottesdienst, gab es einen Empfang im und am Gemeindehaus, bei dem sich viele persönlich von Jutta Seibert verabschiedeten und ihr auf dem weiteren Weg alles Gute wünschten. Auch der Gersweiler Anzeiger schließt sich den Wünschen an.

(Rafael Mailänder)

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