Schlechte Nachrichten – aber wir lassen uns nicht entmutigen

Eigentlich wollten wir heute nur zwei gute Nachrichten mitteilen.

Erstens: In einem ehemaligen französischen Steinbruch direkt an der Grenze wurde ein Jung-Uhu beobachtet und fotografiert; ein Uhu-Experte meint, dass dieser Jungvogel sicher auch noch Geschwister hat. Das Foto beweist: Uhus brüten in unmittelbarer Nähe der geplanten Windrad-Standorte – ein starkes Naturschutz-Argument gegen das Wind-Projekt!

Zweitens: Unsere Website ist online. Wer Informationen sucht zum aktuellen Verfahren, zu dessen Hintergründen, zur Vorgeschichte und auch zu uns als Verein, wird unter der Webadresse

www.bi-klarenthal-gersweiler.de/ fündig.

Dort finden Sie auch unsere neue E-Mail-Adresse: info@bi-klarenthal-gersweiler.de .

Unter der bisherigen Mail-Adresse sind wir weiterhin erreichbar: bi.klarenthal.gersweiler@gmail.com .

Aber im September erhielten wir eine schlechte Nachricht, die die guten Nachrichten überschattet: Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) hat die Genehmigung für Bau und Betrieb der beiden geplanten Riesen-Windräder erteilt. Doch damit können die Projektierer noch längst nicht loslegen: Eine Genehmigung für die Zuwegung – dafür folgt noch ein gesondertes Verfahren – existiert bisher nicht. Und eventuell sind gegen die jetzt ausgesprochene Bau- und Betriebsgenehmigung juristische Schritte möglich.

Kurz drauf kam eine traurige Neuigkeit: Unter einem Strommast in Schoeneck wurde ein toter Jung-Uhu gefunden. Französische Freunde haben wegen einer Verletzung, die sich auf Fotos erkennen lässt, den Verdacht geäußert, der Vogel könne mit einer Kleinkaliberwaffe erschossen worden sein. Naturschützer von der LOANA  (Lorraine Association Nature) hingegen halten solch einen kriminellen Akt für unwahrscheinlich. Sie vermuten, dass ein Stromschlag den Jung-Uhu getötet hat – eine der häufigsten Uhu-Todesursachen, auf beiden Seiten der Grenze. Immerhin, auch in dem traurigen Ereignis steckt eine gute Nachricht: Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass Uhus ganz in der Nähe brüten.

Junguhu in einem ehemaligen französischen Steinbruch ganz nah an den geplanten Windrad-Standorten. Foto: Patrick Schuler
 

Wie wir jetzt vorgehen, können wir erst entscheiden, wenn wir die Genehmigungsunterlagen kennen und wissen, wie das LUA seine Entscheidung begründet hat. Wir werden die Leserinnen und Leser unserer Website darüber auf dem Laufenden halten. Wir kämpfen auf jeden Fall weiter für Erhaltung und Schutz des Krughütter Waldes – entmutigen lassen wir uns nicht! Und wir hoffen dabei auf möglichst breite Unterstützung aus der Nachbarschaft; alle Liebhaberinnen und Liebhaber des Waldes sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen.  

Doris Döpke für die BI zum Schutz von Umwelt und Natur in Klarenthal-Gersweiler und Umgebung e. V.

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