Stadt, Regionalverband und Land einig: Neue Kita „Waldwiese“ in Klarenthal wird gebaut

Die Landeshauptstadt Saarbrücken bringt gemeinsam mit dem Regionalverband und dem Bildungsministerium den Bau der Kita „Waldwiese“ in der Fenner Straße in Klarenthal auf den Weg. Insgesamt wird die Kita im Saarbrücker Westen 124 Kindergarten- und zwölf Krippenplätze bieten.

Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt. Es gibt gute Nachrichten für Klarenthal, alle Eltern und Kinder. Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit Land und Regionalverband eine Lösung gefunden haben und der Kita-Ausbau nun weitergeht. Der Realisierung eines sechsgruppigen Neubaus steht nach der Einigung über die Finanzierung nun nichts mehr im Wege. Wir können die dringend benötigten Kita-Plätze schaffen, sobald der Stadtrat seine Zustimmung erteilt hat.‟

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Um die angespannte Kitaplatz-Situation im Saarbrücker Westen schnellstmöglich zu verbessern, haben sich Land, Regionalverband und Landeshauptstadt an einen Tisch gesetzt. Gemeinsam ist es gelungen, die Planung der Kita so anzupassen, dass eine Finanzierung und Realisierung schnellstmöglich in Angriff genommen werden kann.‟


Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk: „Landeshauptstadt, Regionalverband und Ministerium tragen gemeinsam Verantwortung für ein gutes Kita-Angebot. Gerade in diesem Fall ist es gut, dass wir zügig eine Lösung im Sinne der Kinder und ihrer Familien gefunden haben. Den Baumaßnahmen steht nun nichts mehr im Wege.“


Möglich wurde der gemeinsame Beschluss durch eine konzeptionelle Anpassung. Aus zwei ursprünglich zu groß geplanten Krippengruppen macht die Landeshauptstadt als zukünftige Betreiberin zwei altersgemischte Gruppen. Das ermöglichte dem Land als größtem Förderer und dem Regionalverband als verantwortlichem Kita-Planer die Zustimmung zur Förderung.

Situation der Kita Klarenthal
Ausgelöst wurde der enge Austausch zwischen Stadt, Regionalverband und Land bezüglich des Baus der Kita „Waldwiese“ durch den Wasserschaden in der Kita Klarenthal Ende Februar. Vor dem Schaden fehlten in der Region Klarenthal/Gersweiler bereits Kita-Plätze, 80 weitere gingen über Nacht verloren. Seit Anfang April können wieder alle Kinder der Kita Klarenthal betreut werden. Ein Teil der Kinder wurde in der Kita „In den Hanfgärten“ untergebracht. Die restlichen Kinder werden in den Pfarrräumen der Evangelischen Kirchengemeinde Klarenthal wieder durch die ihnen bekannten und vertrauten städtischen Erzieherinnen betreut.

Trocknungsarbeiten in der Kita Klarenthal wurden inzwischen beauftragt. Alle Beteiligten gehen davon aus, die Einrichtung bis zur Fertigstellung der neuen Kita „Waldwiese“ wieder in Betrieb nehmen zu können. So erhalten Eltern und Kinder nicht nur eine gelungene Perspektive mit dem Neubau, sondern auch eine tragfähige Übergangslösung.


„Wir brauchen jeden Platz und jedes Engagement für den Kita-Ausbau, möglichst auch von anderen Trägern“, betont Oberbürgermeister Uwe Conradt. Die Landeshauptstadt ist nur einer von mehr als 20 Kita-Trägern in Saarbrücken und betreibt 23 Einrichtungen. 2013 hatte die Stadt 1.255 Kindergarten- und 223 Krippenplätze in den städtischen Einrichtungen angeboten. Der Anteil der Landeshauptstadt betrug etwa 27 Prozent sowohl im Kindergarten- als auch im Krippenbereich. Heute bietet die Stadt insgesamt 1715 Kindergartenplätze (+ 460) und 449 Krippenplätze (+ 226) an. Rund 90 Prozent der seither neu geschaffenen Kita- und rund 40 Prozent der neuen Krippen-Plätze hat die Landeshauptstadt eingerichtet. Der Anteil der Stadt liegt heute bei etwa 35 Prozent im Kindergarten- und bei rund 33 Prozent im Krippenbereich.


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