Zeitnahe Wiedereröffnung der Ausländerbehörde in Saarbrücken

Folgende Resolution erreichte den Gersweiler Anzeiger von Bezirksbürgermeisterin Isolde Ries

Der Bezirksrat West kritisiert die Entscheidung des Innenministers Bouillon, die Ausländerbehörde klammheimlich von Saarbrücken nach Lebach zu verlagern.

Allein in Saarbrücken-Burbach sind 31 % der Bewohner Ausländer, in Malstatt sind es 26 %, in absoluten Zahlen sind es über 12.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger in diesen beiden Stadtteilen. In Saarbrücken leben insgesamt 37.000 Ausländer/innen – ohne die für sie zuständige Ausländerbehörde, das sind doppelt so viele Ausländer wie Lebach Einwohner hat.

Alle diese Menschen haben es mit der Ausländerbehörde zu tun und das mehrmals während ihres Aufenthaltes. Auch viele Studierende benötigen die Ausländerbehörde als Anlaufstelle bevor sie ihr Studium aufnehmen können.  Die Verlagerung führt zu einer massiven Behinderung für ausländische Mitbürger/innen, ihre Rechte wahrzunehmen. Der Weg nach Lebach ist für viele mit hohen Fahrtkosten (Saarbahn 13,80 €) und langen Anfahrtswegen verbunden. Der Umzug der Behörde trifft die Schwächsten in der Gesellschaft.

Eine Ausländerbehörde ist auch Dienstleister nicht nur Abwehreinrichtung. Dienstleistungen sind Serviceleistungen an Bürgerinnen und Bürger – sie sollen schnell, unkompliziert und mit geringem finanziellen Aufwand zu erhalten sein.

Der Bezirksrat fordert den Innenminister auf, die Entscheidung zurückzunehmen und einen zentral gelegenen Standort in Saarbrücken zu suchen.

Oberbürgermeister Conradt wird aufgefordert, sich ebenfalls für den Verbleib in Saarbrücken stark zu machen.

Werbung
www.heizung-sanitaer-scherer.de